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Ein musikalischer Abend mit großer Wirkung: Beim diesjährigen Jahreskonzert des Jugendblasorchesters (JBO) Meitingen kamen insgesamt 950 Euro an Spenden zusammen. Der gesamte Erlös wird an den Verein zur Förderung krebskranker und körperbehinderter Kinder Ostbayern e. V. (VKKK Ostbayern) weitergegeben und kommt damit Familien schwer erkrankter Kinder zugute.
Alles begann bereits im Oktober des vergangenen Jahres. Hier hatte das Jugendorchester einen Auftritt in der Uniklinik Regensburg gegeben. Dort spielten die Jugendlichen für krebskranke Kinder und ihre Familien und sorgten mit ihrer Musik für einen Moment der Freude und Ablenkung vom oft belastenden Klinikalltag. Diese Begegnung habe das Orchester nachhaltig geprägt und den Wunsch verstärkt, sich auch finanziell für betroffene Familien einzusetzen.
Beim Jahreskonzert im November begeisterten die jungen Musikerinnen und Musiker dann das Publikum mit einem abwechslungsreichen Programm und zeigte eindrucksvoll, wie viel Engagement und Herzblut sie in ihre Arbeit stecken. Neben der musikalischen Qualität stand an diesem Abend vor allem der soziale Gedanke im Mittelpunkt. „Es ist uns wichtig, mit unserer Musik auch etwas zurückzugeben“, betonte Simon Guttroff, Jugendleiter des Vereins.
Der VKKK Ostbayern e. V. unterstützt seit vielen Jahren Familien mit krebskranken und körperbehinderten Kindern. Der Verein hilft unter anderem durch finanzielle Unterstützung, psychosoziale Betreuung, Elternwohnungen in Kliniknähe sowie durch zahlreiche Angebote zur Entlastung im Alltag. Ziel ist es, Familien in einer besonders schweren Lebensphase beizustehen und ihnen Halt zu geben.
Mit der Spende von 950 Euro leistet das JBO Meitingen einen wertvollen Beitrag zu dieser wichtigen Arbeit. Das Jahreskonzert zeigte eindrucksvoll, dass Musik nicht nur unterhalten, sondern auch Hoffnung schenken und konkrete Hilfe ermöglichen kann. Ein Abend und eine Jugendfahrt, der bei Publikum und Mitwirkenden noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Zum Jahreskonzert des JBO Meitingen hieß es in diesem Jahr „Popcorn süß oder salzig?“ ein Konzertabend mit Filmmusik. Passend zu diesem Motto startet das Jugendorchester unter der Leitung von Silvia Deil mit der Musik zum Film Grease aus den 1970er Jahren in den Abend. Ein gelungener Start, der mit tosendem Applaus und Jubelrufen belohnt wurde. Weiter ging es nach der Begrüßung durch den ersten Vorsitzenden Florian Möckl mit dem Stück „Don´t stop believin“ von Journey, welches in vielen Serien und auch Filmen schon Teil der Filmmusiken war. Eleonora Hartmann dirigierte das Jugendorchester sicher durch das Stück, und tat dies auch im folgenden Werk „Sweet Caroline“. Mit der Zugabe, dem „Tiger Rag“, verabschiedete sich das Jugendorchester von der Bühne und machte für das Blasorchester Platz. Sie begannen den Abend passend zum Thema Kino mit der „Universal Pictures Theme“ und gingen gleich weiter zur Filmmusik von „Der weiße Hai“. Nachdem keine Verluste und Hai Bisse unter den Zuschauern festgestellt werden konnten, wurde es ruhiger und mit leisen Tönen ging es zum Film Forrest Gump. Hier spielten die Musikerinnen und Musiker eine Suite aus dem Film. Danach dirigierte Ulrich Lutter das Orchester in Richtung Weltall. Zu hören war ein Auszug aus „First Contact“ zum Film Stark Trek. Es folgte ein flotter Rhythmus mit der Musik zum Film „Spirit“, in dem es um die Abenteuer eines Mustangs geht. Nach der Pause starteten die Freizeitmusikanten den zweiten Teil des Konzertabends. Auch sie hatten sich intensiv dem Thema Filmmusik gewidmet und für die beiden ersten Stücke den legendären James Bond gewählt. Mit dem Stück „Skyfall“ von Adele dirigierte Walter Möckl die Musiker in die Welt von Schurken, teuren Autos, schönen Frauen und Martini – geschüttelt, nicht gerührt. Anschließend erklang die „James Bond Theme“. Daraufhin folgte die Musik zu einer weiteren starken, männlichen Persönlichkeit, Elvis. Die einzelnen Lieder im Medley „A Tribute to Elvis“ waren in vielen Filmen Teil der Musik. Höhepunkt der Freizeitmusikanten war das Stück „Climb every Mountain“, welches gesanglich von einer Klarinettistin begleitet wurde. Birgit Sölch führte, neben den Musikern, die Zuhörer mit ihrem Gesang durch das Lied der Trapp Familie, zu der es eigene Filme gibt. Als Zugabe bekamen die Gäste das Stück „River Kwai March“ zu hören, bevor das Blasorchester wieder Platz nahm. Es ging mit dem Stück „Songs for Children“ in die Welt der Kinderlieder und den dazu passenden Serien wie Balu der Bär, die Gummibärenbande, Chip und Chap und vielen mehr. Gleiches geschah mit der Programmwelt von ARD und ZDF. Im Stück „TV-Kulthits“ konnten die Besucher den Titelmelodien der Lindenstraße, Schwarzwaldklinik, Wetten dass, der Sportschau und einigen mehr lauschen. Und schon war das Ende des Konzertabends erreich. Mit dem Stück „Wer hat an der Uhr gedreht“ verabschiedete sich das Blasorchester vom offiziellen Programm aus dem Konzert. Eine Zugabe durfte auch hier nicht fehlen. Ein britischer Militärmarsch „Aces High March“ wurde zum Besten gegeben. Traditionell fanden sich dann alle Mitwirkenden Musiker auf der Bühne ein, um sich mit einem gemeinsamen Stück zu verabschieden. Passend zum Motto geschah das mit der Titelmusik zur Serie „Pokémon“.
Für langjährige Mitgliedschaft beim ASM wurden an diesem Abend Michael Prokoph, Lisa Schmid, Carina Lang, Philipp Schmid, Marleen Heek und Carolin Roßkopf (in Vertretung Christina Guttroff) durch Manfred Wagner geehrt.

Vor ziemlich genau einem Jahr schlüpfte Ulrich Lutter in die Rolle des Dirigenten des Blasorchesters beim Meitinger Jugendblasorchester (JBO) und dirigierte, wie gewohnt, ein Stück beim JBO-Jahreskonzert. Musiker und Gäste wussten: Es sollte das erste Stück von vielen sein, denn nun würde er in die Fußstapfen von Walter Möckl treten und dirigieren, so wie Möckl es seit der Gründung des Orchesters getan hat. Doch wie hat es Lutter eigentlich ans Dirigentenpult geschafft und wie geht es ihm mit dieser neuen Aufgabe?
Das Dirigieren stellt für den 48-Jährigen eine ganz andere Herausforderung dar als das Musizieren selbst. Nach einem Montagabend, an dem die eineinhalb- bis zweistündige Probe stattfindet, sei er „körperlich und psychisch platt“. Als Dirigent müsse er zwei Stunden hochkonzentriert auf alles achten. Als Trompetenspieler – das war seine Rolle bevor Lutter ans Dirigentenpult schritt – musste er sich nur auf seinen Einsatz konzentrieren und hatte auch Spielpausen. Doch wie kam Lutter, der derzeit als Maschinenbauingenieur bei Airbus Helicopters arbeitet, eigentlich zur Musik?
Nachdem er Blockflöte spielen hätte sollen, hätte Lutter seine Musikerambitionen schon beinahe an den Nagel gehängt. Doch dann ermunterte ihn Walter Möckl dazu, Trompete zu spielen und Lutter fand „sein Instrument“. Zunächst spielte er bei der SGL-Kapelle. Zur JBO-Gründung wechselte er dann mit Walter Möckl und 20 weiteren SGL-Musikern das Orchester. Ohne Welpenschutz kam Lutter so von der SGL-Jugend direkt ins Blasorchester und kann sich noch heute genau an das JBO-Gründungskonzert und eines der ersten Stücke „Der mit dem Wolf tanzt“ erinnern. Anschließend absolvierte Lutter die Bläserprüfungen sowie die Weiterbildungen zum Jugendausbilder und zum Dirigenten im Blasorchester. Bereits damals stand die Idee im Raum, dass Lutter einmal Möckls Nachfolger werden sollte. Lange Zeit war er Stellvertreter; seit dem vergangenen Jahr haben sie nun die Rollen endgültig getauscht.
Möckl spielt im Blasorchester Tuba und Lutter hat seinen Platz als Trompetenspieler abgegeben und dirigiert das Blasorchester. „Es ist schade, nicht mehr Musiker zu sein“, verrät Lutter beinahe ein bisschen wehmütig. Manchmal fühle sich es sich ungewohnt an, schließlich dirigiere er nun seinen einstigen Lehrer. Allerdings sei die Zusammenarbeit gut. Bei Bedarf springt Möckl in den Proben ein; Tipps bekommt Lutter unter vier Augen. Zudem verwende er viel Zeit darauf, Stücke anzuhören, Ideen zu sammeln und Partituren akribisch genau vorzubereiten. Steht Lutter am Dirigentenpult möchte er jedem einzelnen Musiker des Orchesters ein sicheres Gefühl geben: „Der Musiker ist der Hauptakteuer, ich steure nur die Register.“ Und dabei ist Lutter vor allem Genauigkeit wichtig, was der Dirigent auf seinen technischen, beruflichen Background zurückführt.
Und wie hat sich das Orchester unter dem neuen musikalischen Leiter inhaltlich verändert? Aus den Reihen der Musikerinnen und Musiker lässt sich heraushören, dass Lutter mehr Disziplin einfordere und dass sich auch die Proben verändert haben. Einspielübungen sowie Klatschen und Singen fließen nun in die Proben mit ein. Und auch viele neue Stücke wurden geprobt – wie beispielsweise „Wackelkontakt“ oder „Bella Napoli“, die das JBO unter anderem beim Schlossstraßenfest spielen kann. Die musikalische Grundrichtung bleibe. Man spiele moderne Unterhaltungsmusik, weniger Märsche oder Polkas. Heuer hat das JBO auf zwei Umzügen – in Rehling und im Aichacher Ortsteil Sulzbach – gespielt.
Beim anstehenden Jahreskonzert, das am 22. November um 19 Uhr in der Turnhalle der Mittelschule stattfinden wird, soll es einen Mix aus schnellen und geheimnisvollen Stücken gegeben – mehr soll noch nicht verraten werden, außer das Motto des Abends, das so lautet: „Popcorn – süß oder salzig? Ein Abend mit Filmmusik.“ Auch für das kommende Jahr sind die Konzerttermine schon gesetzt. Für das Jahr 2027 könnte sich Lutter dann vorstellen, musikalisch etwas Neues ins Programm aufzunehmen, wie beispielsweise eine Serenade. Als Ausgleich zu vielen Stunden Vor- und Nachbereitung und am Dirigentenpult nimmt der 48-jhrige Meitinger nun selbst wieder Unterricht – und zwar auf der Querflöte. „Es macht Spaß, aber ich könnte mehr üben“, erzählt Lutter lachend und ergänzt: „Ich bin einfach zu faul und das Instrument hat zu viele Knöpfe.“
